Ich heiße
Gabriele Breukel

Ich fertige Gefäße aus Ton, die als Lebensurnen entstehen –
im Dialog zwischen Mensch, Material und dem was bleibt.

 

Meine Idee

Ursprünglich entstand die Idee, einen öffentlichen Raum zu schaffen. Einen Ort, an dem die verschiedenen Stationen des Lebens sichtbar werden. Von der Geburt bis zum Tod.

Der Tod sollte Teil des Lebens bleiben. Nicht ausgeklammert, sondern bewusst eingebunden. Mit seinem eigenen Platz.

Gedacht war ein Raum für Kunst und Begegnung. Ein Ort für Fragen nach Leben und Sterben. Für Perspektiven aus Literatur, Musik und bildender Kunst. Eine Mischung aus Salon und Galerie.

Später entstand ein neuer Gedanke. Die Urne selbst kann ein solcher Raum sein.  Ein Ort der Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben.

Sie steht im Sichtfeld.
Sie erinnert an die Endlichkeit.
Und begleitet die eigenen Lebensstationen.

Aus diesen Gedanken entstand „Die Urne fürs Leben“.

Die Form

Schon während meines Studiums der Freien Bildenden Kunst lag mein Fokus auf Form, Proportion und Oberfläche. Mich interessierte, wie zwei Teile zueinander stehen. Wann eine Form stimmig wird. Farbe spielte dabei kaum eine Rolle.

Es ging um Klarheit. Um Spannung und Balance.

Auf der Drehscheibe lernte ich das Zusammenspiel von Kräften. Meine Körperkraft. Die Zentrifugalkraft. Den Widerstand des Tons.

Dieses feine Ausbalancieren von Führen und Nachgeben prägt meine Arbeit bis heute.

Die Umsetzung

Besonders wichtig ist für mich der letzte Arbeitsschritt. Wenn aus der grob gedrehten Form die endgültige Oberfläche entsteht. Wenn sich das Wesentliche zeigt.

Diese Erfahrungen fließen heute in die Lebensurnen ein. Präzise Formarbeit. Sensibles Wahrnehmen. Ein Arbeiten, das Raum lässt. Für das, was für einen Menschen wirklich wichtig ist.